Hallöchen liebe, wie immer, herzlich willkommen zu einer neuen Podcast Episode. Oh mein Gott, ich freue mich so sehr darüber, dir die heutige Episode präsentieren zu können. Es ist eine absolute Premiere für diesen Podcast, denn es ist zwar ein Interview, davon hatte ich schon einige gehabt, aber es ist das allererste Interview, mit einer echten Braut. Einer echten Braut, die geheiratet hat zu Corona-Zeiten. Und ich will jetzt gar nicht so viel vorwegnehmen, außer, dass ich per Zufall einen Beitrag von ihr auf Facebook gelesen habe und dachte, diese Frau musst du ansprechen. Hab mir direkt eine Sprachnachricht draufgequatscht. Sie kannte mich natürlich nicht, hätte auch sein können, dass sie sich das gar nicht anhört oder denkt, oh Gott, was ist das für ein Spam? Was will die Alte mir jetzt verkaufen? Aber nein, Sie hat tatsächlich geantwortet, während sie in Flitterwochen war, auf den Malediven. Und daraus ist dann tatsächlich dieses Podcast-Interview entstanden.
Und das ist so schön. Ich fand's so berührend. Oh, es ist so... Hör's dir bitte einfach an für dich selbst, weil... Wenn du mir schon ein bisschen auf diesem Podcast folgst und auch gehört hast, wie meine Story zu meiner Hochzeit war. Ich hab ja auch mitten zu Corona-Zeiten geheiratet. Und wenn du mir schon ein bisschen folgst, dann wirst du vielleicht schon mal von mir gehört haben, dass es egal ist, was die Umstände sind, weil es immer darum geht, das Beste draus zu machen. Und ja, einfach mit den Umständen das Beste draus zu machen und vor allem diesen Tag wirklich zu genießen und sich von nichts und gar nichts auf dieser Welt den Tag nehmen zu lassen. Und das spiegelt dieses Interview mit der Judith einfach so wundervoll wider. Es ist so schön. Hörst dir an. Ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei. Und wie immer, wenn dir dieser Podcast, wenn dir gefällt, dir hilfreich für dich ist, freue ich mich wie immer sehr über eine Bewertung.
Viel Spaß dabei. Hallo, liebe Judith, ich freue mich so riesig, dass das jetzt geklappt hat, dass du dir die Zeit genommen hast und dass du jetzt hier bei mir im Podcast Gast bist. Hallo und herzlich willkommen an dieser Stelle. Hi, ich freue mich total, hier zu sein. Das ist ganz toll. Das ist mein erster Podcast, wo ich mitmache. Ich bin ein bisschen aufgeregt. Aber ich freue mich total, hier zu sein. Das Gute ist, ich bin mit dir aufgeregt. Das ist ja jetzt eine absolute Premiere für meinen Podcast hier an dieser Stelle und deswegen können wir alle zusammen aufgeregt sein. Denn du bist ja die erste Braut, die jetzt bei mir hier im Podcast ist und ja... Ich erzähl einfach grad, wir haben uns ja über Facebook kennengelernt, du hattest ja einen coolen Post veröffentlicht gehabt. Ich hab diesen Post gelesen, dachte mir, oh, so eine coole Frau, so eine tolle Hochzeit, so schön, wie sie geschrieben hat.
Die musst du irgendwie fragen, ob sie nicht Lust hat, zu dir in den Podcast zu kommen. Und ja, gesagt, getan, du bist jetzt hier. Und ich freu mich riesig einfach darüber, dass wir heute einfach ein bisschen über deine Hochzeit tatsächlich sprechen, wie alles für dich gelaufen ist, denn ja, jetzt gerade in Zeiten von Corona, da war wahrscheinlich auch viel Achterbahnfahrt der Gefühle mit dabei, nehme ich an. Ja, absolut. Also es war wirklich keine leichte Zeit. Es war wirklich nicht nur Vorfreude, leider, wie es ja sonst bei normalen Hochzeiten ist, sag ich mal. Und das war eigentlich auch wirklich das Anstrengendste, weil man halt nie sagen konnte, okay, jetzt freue ich mich, jetzt sind es keine anderen Countdown, läuft 100 Tage noch und jetzt geht's los, sondern halt wirklich immer dieses Wenn überhaupt. Also es war immer dieses Aber im Kopf und das war wirklich, ja, Achterbahn der Gefühle trifft es wirklich sehr gut.
Aber nichtsdestotrotz... Entschuldigung, ich wollte dich gar nicht unterbrechen. Nein, nein. Sag ruhig. Letztendlich ist es so, das kann man ja jetzt schon vorwegnehmen. Ihr habt ja geheiratet, darüber reden wir jetzt natürlich. Wart ihr jetzt auch in Flitterwochen? Jetzt seid ihr wieder zurück, richtig? Genau, richtig. Auch das hat zum Glück geklappt. Genau, die Flitterwochen. Wo ist es denn hingegangen? Auf die Malediven. Ja, wir haben sehr spontan gebucht. Ja, war wunderschön. Also wir haben wirklich bis November gewartet, weil man ja auch da nicht wusste, ob man verreisen kann oder nicht. Und haben dann gebucht und zwei Wochen Ruhe danach. Also es war wirklich das absolut Richtige. Genau das, was man gebraucht hat. Einfach Kopf abschalten, keine Nachrichten mehr anhören, keine Corona-News mehr hören müssen. Einfach nur abschalten und wegfliegen. Also es war wunderbar. Oh, so cool. Ich freue mich so sehr für euch einfach. Aber jetzt, liebe Judith, müssen wir ja ein bisschen zurückschwulen, denn das Video, wie wir gesagt haben, das war eine abenteuerliche Zeit.
Und ich meine, ich gehe jetzt davon aus, dass es bei euch ja wahrscheinlich auch alles mit einer Verlobung gestartet hat, klassischerweise, oder? Ganz klassisch und traditionell, genau. Magst du uns darüber erzählen, wann das stattgefunden hat? Wie war es denn überhaupt? Ich finde das immer ganz aufregend, so etwas einfach von anderen Freunden erfahren zu dürfen. Ja, na klar. Wir haben uns verlobt am 5. Dezember 2019 war das. Und ich habe zum 30. Geburtstag eine Reise nach Berlin geschenkt bekommen, weil es meine absolute Lieblingsstadt ist. Und dann hat er mir die Reise dahin geschickt. Geschenkt und ja, dann waren wir zwei, drei Tage da und dann sind wir abends, hat er gemeint, hat er was Besonderes vor und ja, da soll ich mich einfach mal überraschen lassen und dann sind wir zum Christmas Garden in Berlin gefahren und da wollte ich auch immer schon mal hin, da habe ich mich total gefreut und dann sind wir da rumgelaufen und dann sind wir plötzlich einfach irgendwann stehen geblieben, haben uns halt eins dieser schönen Lichter-Show-Sachen angeschaut und wir haben so eine Tradition, dass wir immer überall in jeder Stadt so Vorhängeschlösser, diese, wo man so draufschreibt, wie in Köln an dieser Brücke, dass wir da immer so was draufschreiben.
Und das hatte er dann dabei und hat gemeint, oh nicht, dass wir vergessen unser Schloss dran zu hängen. Hier, ich hab eins mitgebracht. Dann hab ich gemeint, oh gut, dass du dran gedacht hast. Und dann haben wir das in die Hand gedrückt und dann stand da eben drauf, willst du mich heiraten? Und dann hat er sich hingekniet und wir beide geweint. Und dann hat er mir den Ring angesteckt und es war einfach absolut perfekt. Das in Berlin, ich bin so ein Lichterketten-Fan und alles drum und dran. Weihnachtszeit ist einfach genau meine Zeit und deswegen hätte nicht schöner sein können. Das war wirklich ein traumhafter Antrag. Und ja, das war die Verlobung. Oh, das hört sich voll schön an. Hast du denn irgendwas davor geahnt gehabt? Weil ich weiß nicht, jetzt 30. Geburtstag, du hast ja erzählt, dass du Berlin ohnehin gerne magst. Und ja, dann hast du ja quasi einen Trip dahin bekommen.
Hast du irgendwas vorher vermutet oder war das alles ganz... Ich habe zwischendurch zum Spaß mal so gesagt, auch zu einer Freundin, das wäre natürlich perfekt, sage ich mal, in Berlin zur Weihnachtszeit. Wir wollten so eine Weihnachtsmarkt-Tour machen und so weiter. War schon so ein, also besser könnte es eigentlich nicht sein. Aber nee, so konkret an dem Tag habe ich jetzt nicht gedacht, so jetzt kommt der Antrag. Also das nicht, nee. War da eigentlich immer sehr entspannt. Ich wusste, irgendwann wird er kommen, weil wir haben viel darüber geredet gehabt schon. Aber nee, also so ganz konkret nicht. Aber so ein bisschen hat man natürlich dann schon irgendwann im Kopf, so jetzt könnte es schon bald so sein. Oh, wie cool. Ich find das immer so schön, wenn das halt immer einfach so passt, wenn du grad auch erzählst mit dem Schloss, das euch ohnehin schon verbunden hat und dass er dann die Frage draufgeschrieben hat.
Das ist voll schön. Das stimmt. Cool. Vom Timing wär's halt schwierig, weil wir halt den Antrag im Dezember hatten und dann sind wir zurückgekommen und ab Januar ging's ja dann mit Corona los. Also wir hatten halt wirklich ein blödes Timing dann, ja. Krass, das ging dann wirklich eins ins andere, kaum irgendwas vermuten und auf einmal waren dann die Nachrichten da und keiner wusste, was passieren würde. Genau, genau, ja. Okay, da wart ihr quasi in Berlin, frisch verlobt und warst du dann schon direkt im Planungsmodus oder wie hast du dich zu dem Zeitpunkt gefühlt? Was ging dir so durch den Kopf? Ja, doch. Ich habe gleich am nächsten Tag so eine Hochzeitszeitschrift gekauft, weil das wollte ich auch immer schon mal machen. Und dann war ich ja eigentlich eine Braut und da konnten wir endlich diese Zeitschriften kaufen. Ja, dann kann man es endlich. Genau. Und dann saßt du im Hotel und ich habe die Zeitschrift dann durchgelesen am nächsten Tag.
Also es war richtig schön. Und klar, danach war es natürlich noch schöner in Berlin zu sein, den restlichen Urlaub noch und einfach verlobt zu sein. Wir haben es auch noch niemandem erzählt gehabt. Wir haben gesagt, wenn dann persönlich. Und dann war ja Weihnachtszeit, da haben wir dann ja eh alle gesehen. Und dann haben wir es nach und nach allen erzählt. Und das war einfach eine richtig tolle Zeit. Ja. Okay, das ist natürlich jetzt einfach voll die schönen News dann gewesen zum Weihnachten für alle. Ja, total. Ja, das stimmt. Okay, Verlobungszeit hat dann somit begonnen im Weihnachten 2019. Du warst dann wahrscheinlich schon ein bisschen im Planungshiebe und wie ging es dann für euch weiter? Corona hat gestartet. Wann wolltet ihr denn ursprünglich heiraten? Was war denn so euer erster Gedanke und Plan hinsichtlich eurer Hochzeitsfeier? Also wir wussten eigentlich sofort, dass wir beide keine Sommerhochzeit wollen, weil wir, klar, Sommer schön und gut, aber wir sind eher so die Winterfans mit Schnee und dem Ganzen drum und dran.
Deswegen war eigentlich recht schnell, dass wir im Winter heiraten wollen. Und dann haben wir gesagt, okay, so ein Jahr Planungszeit brauchen wir schon. Also das wollten wir schon auf jeden Fall machen. Deswegen haben wir dann gesagt, können wir ja im Januar 2021, war dann eigentlich geplant, der 16. War dann irgendwann unser Datum, hat sich dann rauskristallisiert. Und ja, darauf haben wir dann hingearbeitet. Und am Anfang ging es ja auch noch gut mit dem Planen. Also im Januar haben wir dann angefangen. In den Weihnachtsferien haben wir schon die ersten Locations dann angeschaut, haben dann auch sofort eine gefunden, die uns umgehauen hat. Die haben wir dann auch recht schnell fix gemacht. Kurze Zwischenfrage. Magst du kurz von der Location erzählen, so wie die aussah? Oder was war euer Wunsch? Was war dir wichtig bei der Location? Also ich wollte auf jeden Fall was Kleines, Gemütliches haben, weil ich es immer schade finde, wenn es so zu große Locations sind.
Und wir wussten, wir werden jetzt nicht 100, 200, 300 Gäste haben. Deswegen sollte das einfach gemütlich sein. Und viel Holz und gerade so eine Scheune vielleicht oder sowas. Also einfach wirklich für den Winter gemütlich gemacht. Und ja, aber mit der Möglichkeit, auch draußen den Empfang zu machen. Also wir hatten es da schon so ein bisschen konkret im Kopf, so wie das dann sein könnte mit Feuerkörben und keine Ahnung was. Und ja, dann haben wir im Schwarzwald, am Tittisee dann unsere Location gefunden. Und das hat uns einfach umgehauen. Wir sind da rein und haben uns danach noch zwei, drei andere angeschaut, aber da konnten keine mehr mithalten. Das heißt, es war die erste Location? Ja, genau. Es war gleich die erste. Perfekt, wie schön. Ja, also das war wirklich toll. Und darauf konnte man natürlich dann gut aufbauen. Dann haben wir Catering gesucht. Wir haben dann angefangen natürlich so für die Haare Make-up, Foto und so weiter.
Also so im Umkreis geschaut. Und das ging dann recht schnell. Und so bis März hatten wir echt die ganzen groben Sachen, sag ich mal, geplant. Und da ging es dann ja bei uns dann richtig los und mit Corona. Und da waren wir dann froh, dass wir die großen Sachen schon hatten, weil ab da war ja nicht mehr viel möglich, durfte man ja niemanden mehr treffen, besuchen. Also das war genau, da waren wir froh, dass wir das dann sehr schnell gemacht hatten. Verrückte Zeit, ich bin jetzt gerade einfach im Kopf gerade auch nochmal wieder so, weil es ist jetzt auch schon so viel Zeit vergangen und es ist so viel passiert so auf der Welt, in unser aller Leben einfach und ich selbst habe ja auch noch zu der Zeit geheiratet und super verrückt, okay und ich meine das Gute bei euch, ich weiß, ich war so ein bisschen erleichtert, dass ihr nicht im Sommer geplant habt, weil natürlich, wenn man...
Corona ging ja Anfang 2020 los. Und natürlich war das ja gerade für die Brautpaare, die Sommer 2020 geplant haben, die absolute Katastrophe. Hast du dich da so ein bisschen erleichtert gefühlt, dass ihr ohnehin erst quasi für Januar 2021 geplant hattet, also erst ein bisschen später? Ja, auf jeden Fall. Also zu der Zeit hat man ja noch gar nicht einschätzen können, wie lange das Ganze geht. Und man dachte natürlich schon, das kriegt man vielleicht schnell in den Griff. Und ja, bis Januar wird es schon werden. Also wir haben uns da nicht die Sorgen gemacht, dass wir es absagen müssen. Wir dachten schlimmer Sommer und dann war es das so ungefähr. Das stimmt, da waren wir froh. Okay, das heißt ihr habt dann quasi die wichtigsten Sachen, habt ihr schon gebucht gehabt? Du warst wahrscheinlich, also ich meine, ja gut, das war wirklich damals so. Die meisten Menschen waren ja so der Meinung, ja gibt dem Ganzen mal ein paar Monate und dann wird das schon vorbei sein.
Ja, genau. Wie ging es dann für euch weiter? Sommer war ja eigentlich, wenn ich mich jetzt erinnere, relativ entspannt. Da sind ja viele Leute wieder rausgegangen. Und dann, glaube ich, ab Herbst wurde es wieder richtig doof. Ab Herbst wurde es dann wieder richtig schlimm. Wir haben dann trotzdem versucht, so ein bisschen weiter zu planen. Also auch Kleid und Anzug hatten wir ja alle schon gekauft. Das hatte ich auch noch im Februar, glaube ich, dann gemacht. Genau. Mein Mann hat es später gemacht. Der hat gemeint, er wollte das im Herbst machen. Der hatte dann das Problem, dass dann irgendwann die Läden ja dann wieder geschlossen haben. Also der hat es dann sehr knapp noch gemacht, sein Anzug kaufen. Da war ich froh, dass ich meins schon hatte. Ja, wir haben dann trotzdem angefangen, wieder weiter zu planen, weil wir gesagt haben, wir müssen ja planen, falls es dann doch klappt.
Also man kann jetzt ja nicht sagen, wird schon eh nicht klappen und nachher stehen wir dann da und hätten feiern können und haben nichts vorbereitet. Deswegen, da haben wir dann schon weitergemacht, immer wieder versucht zu konkretisieren, aber halt viel in der Theorie, sag ich mal. Also mir war immer wichtig, dass ich sozusagen alles vorbereitet habe und dann, wenn ich weiß, ich kann feiern, dass ich dann sozusagen nur noch ausführen muss. Also dass ich mir die Gedanken alle schon gemacht habe in der Theorie und dann nur noch schnell in die Praxis umsetzen muss. Also so habe ich immer so versucht. Mich so ein bisschen zu beruhigen, dass ich gesagt habe, ich habe es ja schon theoretisch vorbereitet. Und genau, das war so ab Sommer dann wieder unsere Aufgabe oder Tätigkeit, sage ich mal. Hast du dann eigentlich auch schon, also war jetzt im Kopf so, hattest du schon auch so Worst-Case-Szenarien, dass ihr nicht heiraten könntet?
Hast du mit deinen, euren Hochzeitslocation oder auch mit den Dienstleistern darüber gesprochen gehabt oder wie seid ihr damit umgegangen? Generell mit diesen Unsicherheiten? Ja, auf jeden Fall. Also ich weiß nicht mehr, ab wann genau dann alles wieder so schlimm wurde, sag ich mal, aber ab Herbst irgendwann hat sich's ja abgezeichnet. Okay, es wird doch nicht so schnell, wie wir das alle gehofft haben. Und ja klar, dann haben wir angefangen die Location anzurufen mit den Fotografen, DJ. Wir hatten ja eine freie Trauung, also mit der Traurednerin. Und das war zum Beispiel eine ganz tolle Erfahrung. Also da waren wirklich alle so nett und entgegenkommend. Also wir haben wirklich bei niemandem Zusatzkosten gehabt. Also die haben wirklich alle gesagt, hey, Wir legen das auf Eis und ihr tut uns einfach nur so leid als Brautpaar, dass ihr nicht heiraten könnt. Und wir verschieben das einfach und da kommen auch keine extra Kosten auf euch zu.
Die Anzahlung, die bleibt einfach so, wie sie jetzt ist. Und das war's. Und dann gucken wir einfach, wann es wieder wird. Ihr sagt einfach Bescheid. Also das war zum Beispiel eine total beruhigende Sache für uns, dass wir einfach gemerkt haben, wie viele Leute so mit einem Mitleiden auch von den Dienstleistern und wirklich so sagen, das ist so traurig. Ihr plant es jetzt so, aber ihr wisst gar nicht, ob es dann klappt. Also das war zum Beispiel, ja, also da hat man sich natürlich schon immer mit dem Worst-Case-Szenario beschäftigt. Also das, irgendwann konnte man es nicht mehr leugnen oder wegschieben. Genau, ja. Also das auf jeden Fall. Aber voll schön, muss ich sagen, dass die dahingehend einfach so empathisch mitfühlend war. Weil ich finde, man liest ja im Internet auch teilweise echt ganz andere Storys einfach. Und voll schön, dass es bei euch dahingehend so gut geklappt hat.
Ja, auf jeden Fall. Da waren wir auch richtig froh. Wir hatten ganz tolle Dienstleister, mit denen wir alle zusammengearbeitet haben. Da waren wirklich sehr dankbar für. Aber cool, das heißt ja, dass ihr für euch die richtige Wahl getroffen habt. Und das ist ja eigentlich so das, worauf es ankommt. Das ist voll schön. Ja, definitiv. Das stimmt, ja. Auf jeden Fall. Wo bist du jetzt gerade gedanklich in der Zeit? Sind wir jetzt gerade schon im Herbst 2020 oder wo bist du gerade bei den Planungen? Ja, also ich bin jetzt im Herbst 2020 gerade, weil im Sommer war wirklich gar nichts. Da waren wir im Urlaub, da war alles so... Ja, ich sag mal, so oder so hätte man da wahrscheinlich wenig mit Hochzeit zu tun gehabt, weil die groben Sachen waren erledigt und diese ganzen Kleinigkeiten, die man ja eh erst kurz vor Ende machen kann, die waren noch nicht da.
Es war ja noch ein paar Monate Zeit. Von dem her, genau. Also der Sommer war sehr entspannt und man hat halt klar so ein bisschen immer alles im Auge behalten, aber ohne Panik, ohne Stress, sag ich mal. Also das war ein sehr entspannter Sommer, ja. Cool. Und dann kam eben der Herbst dann, ja. Eine Zwischenfrage, die ich noch habe, ist eigentlich so generell, Deko, Basteln, Papeterie, hast du da vieles selbst gemacht oder hast du da vieles rausgegeben? Wie habt ihr das für euch in der Hochzeit quasi gehandhabt? Und vielleicht magst du auch ganz kurz erzählen, was hast du dir dann so vom Stil und alles, magst du darüber auch nochmal erzählen, was ihr da so geplant habt? Also was uns an der Location auch einfach sehr gut gefallen hat, war, dass man da sehr wenig eigentlich machen musste, weil die war wirklich mit sehr viel Holz.
Wir hatten Holzbalken, die hatten überall schon von sich aus Lichterketten hängen, ganz toll dekoriert. Und ja, ganz viele Kleinigkeiten überall schon stehen gehabt, also dass wirklich diese Location überhaupt nicht leer aussah oder nackt. Also man hatte von Anfang an das Gefühl, ach, vielleicht hier und da so ein bisschen, aber man konnte sich das alles schon so fertig vorstellen. Und das fand ich sehr angenehm, weil ich hatte nicht vor, jetzt ewig viel zu basteln. Ich bin jetzt nicht so der Bastelprofi oder so, dass ich das dann viel mache. Deswegen wusste ich, okay, ich will auf jeden Fall zum Beispiel eine Candybar. Ich will dann diesen Sitzplan natürlich selber machen, das schon. Und wir haben auch so kleine Bilderrahmen aufgestellt bei der Bar dann zum Beispiel, also was es dann an Cocktails gibt. Klar, die Sitzkärtchen, die haben wir gemacht. Also da haben wir, der Freund von meiner Trauzeugin, der macht das selber, dass er so diese Schriftzüge mit Holz so lasert.
Da hat er uns die ganzen Namen dann zum Beispiel gemacht. Wie cool! Ja, also die sahen super schön aus. Das war richtig toll. Die haben wir dann auf die Teller gelegt und die Menükarten haben wir in Auftrag gegeben gehabt. Die haben wir auch nicht ganz selber gestaltet, also halt nur so im Internet halt dann das Ganze so gemacht. Die Einladungen haben wir natürlich selber gestaltet. Ja, also so ein paar Kleinigkeiten halt, sag ich mal. Ja, oder auch die Gastgeschenke natürlich so. Aber so richtige Deko, sag ich mal. Wir waren zwei Wochen oder zwei Monate jetzt, also vor der jetzigen Hochzeit, bevor es dann wirklich stattgefunden hat, waren wir nochmal am Titisee und so die letzten Sachen erledigen, dann auch nochmal bei der Location zum Besprechen und allem. Und da waren wir dann in Titisee-Neustadt in diesen ganzen kleinen Läden und haben so kleinen Schwarzwälder Schinken gekauft und eingeschweißt, so ein ganz kleines Stück.
Und so einen kleinen Schwarzwälder Schnaps hatten wir dann noch, so ein kleines Fläschchen. Und eine kleine Kuckucksuhr aus Schokolade. Also ganz typisch Schwarzwälder Sachen. Und das haben wir dann alles zusammen in Tütchen gepackt. Und genau, das gab es dann für jeden Gast. Und die kein Alkohol getrunken haben dann Honig aus dem Schwarzwald bekommen. Und ja, haben wir versucht, so auf jeden Gast ein bisschen einzugehen, dass jeder auch was hat, was ihm schmeckt. Genau, das waren unsere kleinen Gastgeschenkchen. Wie cool ist das denn? Ich muss jetzt ganz kurz einhaken für die lieben Bräute und Brautpaare, die gerade zuhören, weil ich durfte ja quasi Bilder von deiner Hochzeit sehen. Das ist einfach so unfassbar schön gewesen. Und ich finde das einfach so cool, wie du das gerade erzählst, weil aus meiner Sicht hattet ihr eigentlich so eine coole Mischung, finde ich, aus Sachen machen lassen und Sachen selber machen.
Und ich finde es auch sehr cool, dass du erzählt hast, dass der Freund der Trauerzeugin diese Lasergrafur, meintest du, ne? Genau, genau. Richtig cool. Und auch mit den Gastgeschenken. Ich finde das so schön einfach, weil Gastgeschenke ja, finde ich, so ein Thema ist, dass so viele Brautpaare natürlich auch so, die wissen ja nicht, was sie geben sollen. Ich finde es halt einfach so cool, weil das jetzt einfach bei dir jetzt gerade so dieses perfekte Beispiel einfach ist, etwas zu finden, das so zu euch und eurer Hochzeit halt einfach passt. Weil die Hochzeit ja natürlich da stattgefunden hat mit dem Schwarzwälder Schingen. Richtig cool einfach. Vielen, vielen Dank dahingehend fürs Teilen. Voll schön. Ja, doch, wir wollten auf jeden Fall was dazu passt. Das war dann ein Glücksfund, dass es das dann auch alles da gab. Ja, aber ich finde, man muss ja auch nur so ein bisschen die Augen offen halten, finde ich so.
Weil ich finde so, jedes Brautpaar hat ja irgendwie ein Thema, das sie verbindet und auch mit der Location oder wo sie herkommen. Also jeder hat ja so seine persönliche Love-Story einfach. Und deswegen finde ich das einfach eine sehr coole Inspiration einfach, was du gerade erzählst für andere Brautpaare. Weil ich sage ja, wir sagen ja gerade beide nicht, dass die anderen jetzt auch Schwarzwälder Schinken sich ja nehmen sollen. Aber so schön war, dass es halt einfach mal So was anderes ist, als ich sag jetzt mal diese klassischen Mandelsäckchen, die kennst du ja wahrscheinlich auch, ne? Mit diesen Hochzeitsmandeln in einem Stück einfach, die ich persönlich auch relativ teuer finde. Ja, das stimmt. Okay, das heißt, ihr habt einen Teil selbst gemacht, einen Teil ausgelagert. Wir waren ja jetzt quasi noch im Herzen stehen geblieben und dann gingen ja die Inzidenzen, soweit ich mich erinnern kann, ja wieder richtig fies hoch.
Ja, genau so ist es ja. Und dann haben wir auch irgendwann Ja, wir haben ja dann irgendwann geguckt, ach wie ist es jetzt so, weil es ging ja immer darum, wenn es behördlich verboten ist und so mit diesen Stornokosten, dass man dann ja keine hat. Und wenn man es freiwillig absagt, dann würden manche ja Stornokosten verlangen, sage ich mal. Das war ja immer so die Angst, die wir dann so hatten. Auch wenn wir mit den Dienstleistern davor gesprochen haben, das hätte ihnen ja auch zugestanden. Also es wäre ja auch richtig so gewesen. Und deswegen waren wir dann irgendwann sogar dann auch froh und erleichtert, als dann glaube ich im November oder so, Dezember anfangen, dann wirklich das Verbot dann kam, wo es dann einfach klar war, es wird einfach komplett Dezember und Januar Lockdown geben, dass man einfach nichts machen darf. Und das war für uns dann auch eine Erleichterung, weil wir dann A wussten, okay, wir bleiben auf keinen Storno-Kosten sitzen und B konnten wir auch ein bisschen abschließen erstmal, weil dieses ewige Warten und Hoffen, hat uns echt schon zermürbt.
Also das war schon sehr anstrengend. Und deswegen waren wir einfach froh irgendwann, weil dann konnten wir es absagen. Dann konnten wir einfach offiziell sagen, okay, Leute, es wird jetzt nichts im Januar. Wir müssen jetzt einfach mal gucken. Und ja, konnte dann trotzdem noch mal Weihnachten feiern und Neujahr und das Ganze und ja, so ein bisschen wieder zur Ruhe kommen. Und das hat auf jeden Fall gut getan. Erstmal so traurig es auch war. Und Standesamt wollten wir aber auf jeden Fall trotzdem machen. Also das haben wir trotzdem vorgehabt und das haben wir auch geschafft. Das haben wir im Januar noch gemacht. Am 4. Januar und also im Komplett-Lockdown eigentlich, ja. Aber das wollten wir uns nicht nehmen lassen, weil wenigstens so ein bisschen Hochzeitsfeeling mitnehmen wollten wir halt schon. Und ja, das haben wir im aller kleinsten Kreis dann wirklich auch gemacht. Wir waren nur zu zweit im Standesamt und auch draußen durfte eigentlich niemand warten, weil das war wirklich ja alles Versammlungsverbot und alles.
Also es war wirklich ja die schlimmste Zeit. Und ja, aber es war absolut überwältigend letztendlich. Also es war ein wunderschöner Tag. Wir sind echt so überrascht worden, vor allem an Leuten. Alle haben sich so viel Mühe gegeben. Wir haben dann so in so Schichten gefeiert, sag ich mal. Also jeder hat so eine Stunde bekommen und durfte uns dann hier besuchen. Und danach, nach der Stunde mussten die wieder gehen. Dann kamen die nächsten zwei. Also wir haben das wirklich ganz Corona-konform versucht zu machen. Haben uns auch so Masken machen lassen mit Braut und Bräutigam draufstehen. Ja, also wir haben meine Großeltern besucht, die haben zum Beispiel dann draußen auf uns gewartet und hatten dann so einen kleinen Tisch hingestellt mit einem Sekt und Luftballon und dass man halt draußen sich nur sieht und wir gar nicht reingehen. Also das war so ein besonderer schöner Tag. Also das hat uns wieder sehr versöhnt mit allem, sage ich mal, also dass wir das wenigstens so schön hinbekommen haben.
Wie cool ist das denn? Also ich muss jetzt ganz kurz nochmal so eine kleine Zusammenfassung machen, weil ihr hattet ja eigentlich für eure große Hochzeit für, ich glaube, den 16. Januar geplant? Genau. Ja, genau. War ja irgendwann das Thema Lockdown. Ich habe da eine kurze Zwischenfrage. Wie kamst du eigentlich? Weil, ich meine, Gott ey, dieses ganze Behörden und diese Informationen und dieser ganze Chaos und Informationswust. Bist du da durchgestiegen? Weil es hat ja auch jede Gemeinde und jede Stadt ja auch gefühlt anders gemacht einfach. Und erinnerst du dich noch, wie das für dich war? War das für dich relativ easy, das zu verstehen? Oder wie war das für dich dann damals zu dem Zeitpunkt so? Nee, also einfach zu verstehen war es nicht. Jetzt ein Jahr später ist man auch wieder erfahrener mit dem Ganzen. Man kennt die Seiten, wo man guckt und so das Ganze.
Aber damals waren wir ja schon so Neuling noch in dem Ganzen. Und ja, also beim Standesamt letztendlich, da habe ich wirklich auch mit der Standesbeamtin immer wieder auch telefoniert und gefragt. Die hatten auf ihrer Homepage das zum Glück auch immer wieder schön aktualisiert, wie es gerade aussieht, wie viele Leute kommen dürfen und so. Aber mit allem anderen, so dürfen jetzt Leute draußen stehen oder wie viele Leute dürfen nach Hause kommen oder Ja, wie ist das Ganze so? Also das war schon schwierig. Man wollte es ja auch irgendwie nicht falsch machen dann oder so. Oder man wollte ja auch nichts Verbotenes tun. Also nur, weil man es nicht besser wusste. Und ich habe dann wirklich ja viel im Internet geguckt, Nachrichten geschaut und versucht immer halt wirklich ja für Baden-Württemberg, sage ich mal für Stuttgart, das Richtige zu finden. Aber das war schon auch anstrengend auf jeden Fall.
Ja, also diese ganzen Regelungen, Verordnungen immer durchlesen. Das war, ja, hat nicht so viel Spaß gemacht. Oh Mann, ey. Okay, und weißt du noch zufällig, wann quasi für euch feststand, dass ihr die große Feier absagt? Ungefähr? Also ich hätte jetzt gesagt, im November, glaube ich, stand es dann irgendwann fest. Oder Anfang Dezember spätestens, ja. Also recht knapp davor, sage ich mal, ja. Ja. Eure standesamtliche Trauung, wäre die dann ohnehin quasi am 4.1. Gewesen? Ja. Okay, das heißt, ihr habt dann gesagt, okay, wir sagen das aber wir bleiben quasi weiterhin bei unserem Standesamttermin. Genau, den wollen wir wenigstens irgendwie durchziehen, wenn es geht, ja. Genau, dass wir wenigstens irgendwas Schönes in diesen Weihnachtsferien haben. Auf jeden Fall, okay, dann hattet ihr ja trotzdem noch die kleine Vorfreude auf die standesamtliche Trauung. Ja, genau. Aber was du gerade erzählt hast, habt ihr ja dann trotzdem, ich meine, ihr dürftet ja nur zu zweit rein, das heißt ohne Eltern, ohne Familie, ohne Freunde.
Draußen durfte euch keiner erwarten. Aber ihr habt es ja dann trotzdem geschafft, einfach, dieser schwierigen Umstände, einen wunderschönen Tag zu haben, in dem ihr ja quasi mit den Leuten einfach alle Getrenntzeit verbracht habt, richtig? Ja, absolut. Ich glaube letztendlich war es sogar so besonderer, als es normal gewesen wäre. Das fand ich ganz krass im Nachhinein. Erstmal war man einfach dankbar, dass es geklappt hat an diesem Tag und wir wären ansonsten einfach in Standesamt mit allen danach irgendwie essen gegangen oder sowas. Das wäre auch auf jeden Fall schön gewesen. So war das einfach so, ja man hat so viel von den Leuten bekommen einfach. Also die haben sich so viel Gedanken gemacht für uns, wie sie uns diesen Tag schön machen können, weil sie natürlich alle mit uns mitgelitten haben und alle wussten, wie traurig wir sind, dass das jetzt alles so läuft und dass wir in dieser Zeit jetzt heiraten.
Und von dem her war das einfach Wahnsinn. Also jeder hat sich Gedanken einfach gemacht. Also wir sind nach Hause gekommen und dann war Familie, die Eltern und der Bruder von meinem Mann dann da und die haben uns dann mit so Konfetti begrüßt, als wir dann rein sind und sowas. Also es war einfach, wir haben so eine Runde mit dem Auto erst gedreht danach. Mein Vater hatte so ein altes Auto ausgeliehen, einen alten Cadillac, weil ich so ein totaler Fan von alten Autos bin. Dann hat er uns rumchauffiert sozusagen dann zu meinen Großeltern erst und dann haben wir eben hier Mein Bruder hat Bilder gemacht, dann mit der Kamera, dass wir auch noch ein paar Bilder haben. Und dann sind wir nach Hause gekommen, dann sind wir eben mit Konfetti und allem drum und dran begrüßt worden, haben ein riesen Buffet vorgefunden. Also wir hatten nur ganz paar Kleinigkeiten eigentlich gedacht, aber die hatten dann noch so viel mitgebracht.
Mein Mann hatte noch eine Hochzeitstorte irgendwie organisiert. Keine Ahnung wo, alles war ja eigentlich zu. Einen kleinen Brautstrauß hatte er mir noch irgendwie organisiert. Also ich dachte schon, okay, ich werde nicht mal einen Brautstrauß kriegen, weil ja die Blumenläden alle auch zu hatten und so. Das war ja wirklich krass. Und dann stand er plötzlich vor mir mit einem Volumenstrauß. Also das waren alles so wahnsinnig emotionale Momente. Und den ganzen Tag über ging es eigentlich so weiter. Meine Brüder hatten so lebensechte große Pappaufsteller gemacht von ihnen beiden und ihren Freundinnen. Die haben wir aufgestellt im Wohnzimmer, weil sie halt nicht kommen konnten richtig. Und dann standen die da die ganze Zeit. Also so Corona-konforme Gäste. Also so lauter Sachen. Also wir waren Überwältigt wirklich. Das war total süß alles. Wahnsinn. Das war wirklich ein ganz toller Tag. Ich habe gerade so voll Gänsehaut. Ich finde das ist so schön, wie du erzählst, weil eigentlich auf der faktischen Ebene ging ja offiziell nichts.
Und ich find's so schön, wie du grad einfach davon erzählst, dass man halt trotzdem aus so ner Scheiße tatsächlich, kann man aus meiner Sicht nicht anders, find ich, irgendwie bezeichnen. Ja, so ist es, ja. So was Schönes zu machen einfach und, weißt du, ich krieg das ja von dir grade nur erzählt, weißt du warst ja selbst live Braut und Anwesen. Und ich find, das sind halt so aus meiner Sicht so Erinnerungen fürs Leben, weißt du, auch einfach, wie alle sich da so ihre Gedanken gemacht haben und... Oh, das ist so schön. Richtig, richtig schön. Das freut mich voll, dass ihr das Beste draus gemacht habt. Über Luftballons, Deko, alles. Es war wirklich Heliumballons überall in jeder Ecke. Das Bett dekoriert. Es war wirklich unglaublich hier, ja. Es war wirklich ein Hochzeitstraumen kleiner, ja. Das heißt jetzt, wie hast du dich dann... Jetzt, wenn man sich zurück...
Wie hast du dich so... Kannst du dich dran erinnern, wie du dich am Vorabend der Hochzeit oder am Hochzeitstag am Morgen gefühlt hast? Was hattest du da für Gefühle? Weil du wusstest ja noch nicht, was dich erwarten würde, oder? Nee, wir hatten es ja nur ganz grob geplant. Also eben mit den Leuten, mit dem Treffen, dass wir halt hinfahren und so. Aber an dem Tag selbst, glaube ich, habe ich mich ganz normal wie jede andere Braut auch gefühlt. Also ich glaube, einfach nur richtig aufgeregt und glücklich, dass der Tag einfach kommt. Und in dem Moment hat es einen auch gar nicht mehr gestört, dass es anders war, weil man einfach sich abgefunden hatte damit, so okay, es ist nicht so, wie man es sich ursprünglich mal vorgestellt hatte, aber es war trotzdem ein wunderschöner Tag. Und das war es wirklich einfach. Und deswegen, ja, also war es einfach eine Aufregung, ja.
Das ist so schön, dass du das sagst. Das ist genau das, was ich versuche, meinem Podcast zu vermitteln. Es ist so schön, dass du nicht mit diesem Gedanken, alles voll doof, aufgestanden bist und sagst, das ist gar nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe, sondern trotzdem gesagt hast, es wird trotzdem schön. Letztendlich hast du ja recht behalten. Wie hast du dich am Abend gefühlt, weißt du das noch? Wir waren absolut überwältigt und geplättet, das weiß ich noch. Wir saßen abends auf dem Sofa. Ich glaube, acht oder so waren dann die Letzten weg. Und es war natürlich ein wahnsinnig voller, intensiver Tag. Und wir saßen, ich glaube, noch eine Stunde erst mal und haben auch so ein bisschen WhatsApp-Nachrichten beantwortet, weil natürlich viele auch über Handy und allem so uns gratuliert haben. Das fanden wir natürlich auch total schön und wollten da auch einfach kurz zurückschreiben.
Und wir haben dann alles noch für uns zur Revue passieren lassen, haben dann noch ein bisschen was gegessen. Irgendwann sind wir schlafgegangen, total müde, aber glücklich. Es war ein toller Tag. Wie cool. Offiziell verheiratet dann. Ja, genau. Okay, wow. Richtig, richtig schön. Wir sind erst mal bei der standesamtlichen Hochzeit, aber ich bin schon so voll emotional und dahingeschwolsen. Okay. Ihr seid verheiratet. Ehemann und Ehefrau ganz offiziell. Wie ging es für euch weiter? Ihr habt gesagt, ihr verschiebt. Dann ist wahrscheinlich der 16. Januar gekommen, wo eigentlich eure Feier stattgefunden hätte. Ja, genau. Wir haben den Tag aber trotzdem, also wir haben gesagt, irgendwas wollen wir trotzdem Schönes machen. Also wir wollen jetzt nicht nur zu Hause sitzen und traurig sein. Was ein bisschen hart war, ist das wirklich, dass wir im Schwarzwald dann gesehen haben, das Wetter. Da haben wir uns natürlich Wetter-App und alles angeguckt, war wirklich Sonnenschein und Schnee ohne Ende.
Und das wäre ja unser absolutes Traumwetter gewesen. Das war so ein bisschen wie so ein Schlag ins Gesicht, weil man so dachte so, oh, es wäre perfekt geworden. Mein Mann hat es positiv gesehen, der hat gemeint, ja, aber guck mal, wie perfekt wir geplant haben. Wir haben uns diesen Tag ausgesucht, wie wäre es gewesen? Wir sind doch gut. Also da konnte das Ganze noch sehr positiv sein. Oh, das ist voll schön. Ich wollte gerade sagen, er scheint da eine sehr positive Einstellung zu haben. Das finde ich großartig. Ja, definitiv. Ja, also der hat mir da sehr geholfen. Überhaupt in dieser ganzen Zeit hat er mich oft aufmuntern müssen. Also das war schon, ja, schon sehr traurig auch zwischendurch. Und deswegen war das toll, da auch so einen optimistischen, positiven Mann an der Seite zu haben, der sich da nicht unterkriegen lässt von. Und wir haben dann den 16.
Januar. Letztendlich war hier dann auch Schnee und schönes Wetter. Es war ja überall im Januar sehr viel Schnee letztes Jahr. Und ja, dann sind wir hier in den Park in der Nähe gegangen und haben uns so einen Café to go geholt und sind da einfach spazieren gegangen und haben darüber geredet und über die Hochzeit und alles Mögliche und haben uns danach noch was Leckeres zu essen geholt. Und es war einfach trotzdem ein total besonderer, schöner Tag. Also man war nicht traurig eigentlich, sondern es war einfach, man hat einen anderen Tag halt ganz anders gestaltet. Klar, es wäre sonst anders gelaufen. Aber nee, in dem Moment war man nicht mehr irgendwie sauer, wütend, traurig, irgendwas, sondern es war einfach nur, okay, war halt nicht so, aber wir sind trotzdem Mann und Frau, ich hab jetzt seinen Namen angenommen, ich hab jetzt einen Ehering an der Hand und alles, und es war einfach trotzdem wunderschön, ja.
Voll gut. Habt ihr dann zu dem Zeitpunkt schon einen neuen Termin ausgewählt gehabt, oder hattet ihr einfach nur jetzt, im November hattest du ja gesagt, dass ihr erfahren habt, dass ja quasi ein Lockdown ist, oder hattet ihr erst mal nur abgesagt gehabt? Wie ging dann für euch die Planung dann so weiter? Also wir haben erstmal nur abgesagt gehabt. Also ein paar haben dann gefragt, wollt ihr auch gleich einen neuen Termin ausmachen? Haben wir gesagt, nee, das ist so ungewiss alles gerade. Also man weiß ja überhaupt nicht, wie es im Jahr weitergeht. Wir warten jetzt erstmal ab. Und ich glaube, wir haben auch wirklich bis April nicht, ja Ende April dürfte es wahrscheinlich sogar gewesen sein, haben wir uns für auch kein neues Datum entschieden. Also wir haben dann die ganze Zeit überlegt und geguckt und dann haben wir gesagt, okay, Wir wollen es halt doch im Winter machen.
Also wir werden das Risiko nochmal eingehen, weil eine Sommerhochzeit kam für uns halt einfach nicht in Frage, auch von der Planung her. Wir haben ja alles auf Winter ausgerichtet gehabt. Das Kleid, die Torte, die Deko, das Ganze war ja Winter-Motto einfach. Und deswegen haben wir gesagt, wir werden es nochmal wagen. Wir werden es noch vor Weihnachten machen diesmal, weil nach Weihnachten und Silvester ist ja oft die Zahlen dann nochmal höher. Da haben wir dann ja noch weniger Chancen. Und dann haben wir im April dann irgendwann so ein bisschen in den Kalender geguckt und haben dann Der 4. Januar war ja Standesamt und dann haben wir gesagt, 4. Dezember ist doch vielleicht ein schönes Datum, dann richtig die Hochzeitsfeier zu machen. Das war dann fast zwei Jahre nach der Verlobung, fast dann schon ein Jahr nach der standesamtlichen Hochzeit. Wir haben fast schon unseren ersten Hochzeitstag da feiern können und haben uns dann für den 4.
Dezember dann entschieden. Genau, ja. Das haben wir dann irgendwann festgelegt und das haben wir dann per WhatsApp einfach so, haben wir so ein kleines Bildchen gemacht und gesagt, okay, change the date. Es wird der 4. Dezember. Und haben dann auch bei den Dienstleistern natürlich alle angefragt, bei den großen, wichtigen, sag ich mal, wo wirklich sagen, okay, die müssen Zeit haben an dem Tag. Und die konnten auch alle zum Glück und haben sich auch riesig gefreut und gemeint, ja, endlich wieder eine Hochzeit in Aussicht. Und ja, dann haben wir das Datum festgelegt, genau. Voll schön, aber auch echt gut. Ich finde das so schön, dass ihr einfach weiterhin bei eurer Winterhochzeit wirklich festgehalten habt. Einfach so, weil es ja euer Wunsch war dahingehend. Und richtig gut, aber natürlich auch cool, dass dann natürlich auch alle dann auch Zeit hatten zu dem Datum, weil die Brautpaare, die natürlich im Hochsommer heiraten, war das natürlich noch mal echt noch mal eine ganze Ecke frustrierender, weil natürlich die ganzen Verschiebungen und Kondidienste heißt da nicht.
Das ist natürlich auch Riesenchaos. Das hat mir richtig Glück, ja. Also dadurch, dass es halt Winter war halt von Anfang an hatten wir gar keine Probleme irgendwie mit dem Datum oder dass die Leute Zeit haben. Weil im Dezember ist halt trotzdem einfach noch wenig, also vielleicht mehr Standesamt, aber so richtig die Hochzeitsfeier ist ja doch eher selten, dass das so gemacht wird. Und deswegen hatten wir da zum Glück wirklich gar keine Probleme. Also wir haben so von Gästen oder von anderen Leuten, denen man zu erzählt hat, haben sie schon gefragt, war es wirklich wieder Dezember und so? Und warum heiratet ihr denn nicht einfach im Sommer? Da wird es doch auf jeden Fall entspannter. Und also manche konnten gar nicht glauben, dass wir uns im Winter wirklich freiwillig aussuchen, sag ich mal. Und dass uns das wichtig ist und dass es nicht einfach nur ein Ja, Gott, dann machen wir es halt doch im Juli oder sondern wir wollten es halt trotzdem im Winter noch mal versuchen.
Ich glaube, nicht alle haben es verstanden. Aber ja, letztendlich mussten wir es ja entscheiden. Und deswegen, ja, haben wir gesagt, nee, wir trauen uns das noch mal. Das ist so schön, dass du das sagst, weil du kennst es ja vielleicht auch vom Hörensagen oder von Freunden. Es gibt ja immer so viele Menschen, die es ja eigentlich nur gut meinen, aber trotzdem nicht dran vorbeikommen. Einen Tipp, wollt ihr nicht im Sommer heiraten? Ich finde das so großartig und hoffe wirklich, dass alle Brautpaare gut zugehört haben, wie wichtig es ist, zu seiner eigenen Entscheidung zu stehen, auch wenn die anderen es eben nicht nachvollziehen können. Natürlich gibt es viele Brautpaare, die sagen, ich kann mir eine Winterhochzeit nicht vorstellen, aber die müssen ja auch keine Winterhochzeit feiern. Genau, genau. Deswegen ist es so wichtig, aus meiner Sicht einfach, dass jedes Brautpaar wirklich das tut. Weil ich meine, letztendlich sind es ja eure Erinnerungen.
Stell dir jetzt vor, du hättest jetzt Erinnerungen an eine Sommerhochzeit, auf die du gar keinen Bock gehabt hättest und wo alles nicht dazu gepasst hätte. Das fände ich viel schlimmer. Wenn ich in der Sonne gestanden hätte, hätte ich geschwitzt und nur gesagt, Mensch, das ist doch gar nicht meine Hochzeit. Oh Mann, okay. Im April habt ihr quasi einen Termin festgelegt, dann hattet ihr quasi noch im Dezember noch so acht Monate Planungszeit. Genau. Wie sind diese acht Monate für euch verlaufen? Also am Anfang war ich erstmal wieder richtig entspannt. Also ich glaube, so den ganzen Sommer über haben wir wieder echt, weil wir hatten ja echt schon den Hauptteil gemacht, sag ich mal. Und ja, so richtig ernst, sag ich mal, wurde es dann so ab Oktober, hätte ich gesagt, so ungefähr. Da haben wir dann wirklich wieder intensiver angefangen zu planen. Gäste haben wir dann natürlich so angefangen, bisschen den Sitzplan zu erstellen, so ganz im Groben.
Wir hatten auf 50 Gäste das Ganze reduziert, weil wir da leider schon von ausgegangen sind, dass es wahrscheinlich wieder so Kontaktbeschränkungen geben wird. Und das war ja im letzten Jahr auch schon mit diesen 50 Gästen. Und deswegen haben wir gesagt, okay, wir reduzieren es gleich mal auf 50. War natürlich auch mal ein paar dabei, die nicht geimpft sind. Also deswegen waren die ja eh schon draußen, sag ich mal. Und wir hatten auch ein paar Gäste, die Vorerkrankungen hatten, die auch gesagt haben, wenn die Zahlen so hoch bleiben, dann trauen sie sich auch gar nicht zu kommen, was ja auch absolut verständlich ist. Und deswegen war das mit den 50 dann auch recht einfach, sag ich mal, das Reduzieren. Und ja, dann haben wir angefangen, wieder mit den ganzen Dienstleistern zu sprechen. Man musste ja auch wieder das Ganze auffrischen. Also man musste ja so ein bisschen sich in Erinnerung rufen, wie hatte ich das mir denn noch mal vorgestellt?
Oder wie hatte ich das denn noch mal geplant? Hat mir das nicht aufgeschrieben? Hat mir das nicht irgendwie schon ganz konkret? Also es war auch so ein bisschen so die Herausforderung, wieder das Ganze so sich zu motivieren und auch diese ganzen Planungen sich wieder in Erinnerung zu rufen. Und ja, haben uns dann jeden Abend hingesetzt und irgendeine andere Sache erledigt, sag ich mal. Und ja, was auch eine Herausforderung war mein Kleid. Also ich habe dann natürlich im Sommer und schön gegessen und geschlemmt. Und dann war das Kleid natürlich sehr eng. Man denkt ja auch nicht, dass es zwei Jahre lang da hängt. Und da verändert sich die Figur halt manchmal. Also da habe ich dann auch im Sommer dann kräftig Diät machen müssen, damit ich wieder da gut reinpasse. Also es war auch noch eine Herausforderung. Normalerweise wäre das ja nicht so lang gewesen. Corona ist halt alles für Challenges, die man sich mit sich bringt.
Das ist doch der Hammer, oder? Verständlich. Ganz kurze Frage zum Kleid. War es Gott sei Dank immer noch so, dass du gesagt hast, das ist nach wie vor mein Traumkleid? Ja, auf jeden Fall. Also das war zum Glück, das haben viele gefragt, weil man kennt es ja auch von anderen Bräuten, dass die dann sogar manchmal schon nach einem Monat sagen, oh Gott, ich habe jetzt ein anderes Kleid gesehen und das gefällt mir echt viel besser. Aber das war wirklich immer mein Traumkleid. Also ich hatte es, wann hatte ich es anpassen lassen? Im Dezember 20 oder im November noch, also ganz knapp vor dem Lockdown. Ich habe gesagt, okay, ich lasse es anpassen, weil es muss ja vielleicht, wenn es doch noch klappen sollte im Januar, warum auch immer, muss es ja passen. Und deswegen war es halt dann da super eng und perfekt passend. Und ja, und dann war halt nochmal über ein Jahr.
Und ich hatte auch einen Notfalltermin ausgemacht tatsächlich bei der Schneiderin. Also ich habe gesagt, wenn ich bis Mitte, keine Ahnung, glaube November oder Anfang November nicht in dieses Kleid reinpasse, brauche ich einen Notfalltermin, dass sie mir das größer macht. Und den habe ich zum Glück aber nicht gebraucht. Also es hat dann irgendwie geklappt und ich habe da reingepasst. Und es war natürlich total schön, das dann auch wieder anzuziehen zwischendurch und endlich wieder vom Schrank da runterholen zu können. Ja, weil es ging da die ganze Zeit. Ich wollte gerade sagen, du hast es ja fertig umschneidern lassen. Dann bist du ja die ganze Zeit bei dir zu Hause, oder? Ich musste es eh sehr früh abholen, weil die haben wegen Corona, haben die uns angerufen und haben gemeint, wir müssen das Kleid abholen, weil die zumachen und nicht wissen, wann sie wieder aufmachen können. Und deswegen wollen sie alle Kleider eigentlich raushaben bei den Bräuten.
Also ich hatte das Kleid wirklich seit April 20 oder so. Mai 20 hatte ich das Kleid bei mir zu Hause hängen. Ja, in diesem weißen Kleidersack hings halt im Schlafzimmer hinter der Tür und hat mich angeschaut jeden Tag. Ja, genau. Also das war auch noch eine Herausforderung. Das heißt, Notfalltermin musstest du Gott sei Dank nicht in Anspruch nehmen. Nee, genau. Okay. Was ich auch noch ganz kurz fragen wollte mit den Gästen. Wie viel hattet ihr denn ursprünglich an Gästen geplant gehabt? Wir hatten 70 Gäste ursprünglich mal. 70 waren es, ja. Mein Mann ist ja Italiener. Wir hatten ein paar aus Italien eigentlich auch eingeplant gehabt. Aber das war natürlich auch schwierig mit Corona und Fliegen. Und die hatten ja auch keine guten Zahlen. Und deswegen haben natürlich dann auch einige gesagt, dass sie dann natürlich nicht kommen können. Und zwei haben es trotzdem geschafft. Da haben wir uns riesig drüber gefreut, dass die dann gekommen sind.
Aber ansonsten ja, auch von der deutschen Verwandtschaft. Also es war einfach, ja, war auch klar natürlich, dass da ein paar auch Absagen werden und oder auch von der Zeit her das neue Datum einfach nicht mehr gepasst hat oder eben nicht geimpft waren. Dann einfach letztendlich, als das dann kam, man musste ja wirklich von Woche zu Woche leben, sag ich mal, weil irgendwie dauernd eine neue Verordnung, eine neue Beentscheidung kam. Das war ja sehr anstrengend einfach. Und dann kam eben plötzlich, dass das dann halt eben Ungeimpfte nicht mehr teilnehmen dürfen oder nur einer oder wie auch immer. Und dann waren da natürlich ein paar raus gleich auch. Ja, wirklich Horror. Sommer ging Gott sei Dank gut vorüber. Hattet ihr dann eigentlich zu dem Zeitpunkt noch irgendwie Bedenken gehabt, dass das irgendwie nicht klappen könnte? Oder wie verlief es dann ab Sommer einfach dann bis zum Dezember geplanten Hochzeit für euch?
Ja, also man hatte schon die Bedenken natürlich, dadurch, dass man schon einmal verschoben hat, ist man jetzt auch nicht mehr ganz so blauäugig an das Ganze rangegangen. Man wusste, es kann so wieder sein. Und haben natürlich auch oft dann drüber gesprochen, was machen wir, wenn wir es nochmal verschieben müssen. Machen wir das dann nochmal? Kämpfen wir nochmal ein Jahr und versuchen es wieder? Oder lassen wir es ganz? Das hat man ja auch von vielen gehört, die dann einfach gesagt haben, sie haben nicht die Kraft, es nochmal zu verschieben. Ja, also das war natürlich auch, was dann alles noch so von den Gefühlen her so dazukam. Aber ansonsten haben wir schon versucht, immer Optimistisches zu sehen. Und man war ja auch im Sommer, waren ja die Zahlen toll und man dachte, ja klar, das wird. Und jetzt sind wir ja auch viele geimpft und das muss doch besser werden als letztes Jahr.
Und alle waren wirklich sehr optimistisch. Also das war, keiner hat gesagt, es wird nichts. Und deswegen sind wir alle da eigentlich sehr optimistisch reingegangen. In den Winter und dann plötzlich kamen dann wieder diese wahnsinnig hohen Zahlen und dann kamen plötzlich wieder Lockdown, Teil-Lockdown oder wie auch immer ungeimpft, geimpft, Ausgangssperren und so ganze Regelungen wieder, wo man sich dachte, das gibt's doch nicht, dass es jetzt nicht so wiederholt. Und ja, man wurde, war auch echt wütend, sag ich mal. Also ich hab mich dann schon auch ein bisschen aufgeregt über die ganze so das Politische, sag ich mal, dass das wieder so spät angegangen wurde, weil ich gedacht habe, wenn man es halt früher hätte schon wieder mal gemerkt, dann hätte man das alles Früher alles wieder einschränken können. Dann hätten wir bessere Zahlen gehabt zu unserer Hochzeit. Es war ein bisschen Unverständnis oder Wut irgendwann auch.
Es war keine leichte Zeit mehr ab Herbst, sag ich mal. Das hat einen wirklich fertiggemacht. Da sind einige Tränen geflossen. Irgendwann hat man keine Kraft mehr, da optimistisch zu denken. Und ja, das war schon nicht so leicht immer. Super krass einfach, weil ich natürlich jetzt, ich meine alles hat ja seine Vor- und Nachteile und natürlich hat man im Winter natürlich das Glück, dass man ja dienstleister nicht so vorzugebucht sind, wie im Hochsommer. Aber wie du gerade erzählst mit den Inzidenzen, war das ja einfach, ich meine jetzt bislang jedes Jahr der gleiche Mist, sage ich jetzt mal. Dass natürlich ab Herbst, Winter die ganzen Zahlen wieder hochgestellt sind. Und ich meine, wie war das dann für euch? Weil ich stelle mir das jetzt so vor, dass du eigentlich so tagtäglich gar nicht weißt, so okay, wie wird das jetzt eigentlich gehen, oder? Ja, so ist es wirklich auch, ja.
Also die Vorfreude war halt wirklich sehr geschmälert, sag ich mal. Also man hat wirklich sich auch kaum getraut, manchmal sich richtig zu freuen. Man hat immer gesagt, so wir planen das jetzt für den Fall, dass es halt klappt. Also es war immer so ein Aber im Kopf, irgendwie immer so eine Freude unter Vorbehalt, sag ich mal. Man hat sich nie richtig getraut, das so rauszulassen auch. Und das war schon hart auf jeden Fall. Also ich habe auch dann wirklich irgendwann gemerkt, dass ich so gar keinen Hunger auch mehr hatte, keinen Appetit mehr. Das ist einem wirklich auf den Magen geschlagen. Das kannte ich so auch gar nicht von mir, weil ich esse sonst sehr gerne und alles. Also das auch in Prüfungszeiten früher oder sowas, ich konnte immer essen. Das war immer eine Belohnung, sage ich mal. Das war dann einfach schön, abends was Gutes zu essen.
Aber auch das ging irgendwann nicht mehr, weil ich wirklich gar kein Hunger mehr hatte. Also mein Magen war wie zugeschnürt. Und man hat die ganze Zeit wirklich nur noch an diese Hochzeit gedacht. Also man hat auch keine Lust mehr gehabt, irgendwann zu planen oder zu hoffen, weil man so dachte so, ach, wird ja eh wieder nichts wirklich werden. Und das war schon schwer, sich da immer wieder aufzuraffen. Also wir hatten dann zum Glück so ein paar schöne Momente natürlich auch. Also zum Beispiel so den Hochzeitstanz. Wir haben dann oft so Samstagabend gesagt, komm, jetzt üben wir mal den Tanz. Und dann haben wir davor noch einen Glühwein getrunken und dann haben wir getanzt zusammen und danach einfach noch weiter getanzt, weil es halt so schön war. Und das waren dann so die richtig schönen Hochzeitsvorfreude-Momente, wo man gesagt hat, so müsste es eigentlich die ganze Zeit sein, dass man sich einfach nur freut und nicht, dass am nächsten Tag wieder irgendwas kommt und man wieder irgendwas liest oder wo man sich dann wieder total runtergezogen wird.
Also ein Auf und Ab ohne Ende wirklich. Verrückt, ey, wirklich, einfach nur verrückt. Aber letztendlich war es ja dann so, dass eure Hochzeit ja dann quasi geplant stattfinden konnte, oder? Genau, die letzte Woche war noch ziemlich heftig. In der Woche davor hat dann meine Friseurin angerufen, hat gemeint, sie hat Corona und sie kann meine Haare nicht mehr schneiden. Das war natürlich auch ein Weltuntergang, weil ich natürlich seit Jahren zu ihr gehe und sie weiß ja genau, wie ich es möchte und der Tag war ja perfekt geplant, dass ich zu ihr gehe. Dann habe ich glaube ich 20 Friseure angerufen, so schnell noch im Dezember einen Termin zu finden. Manche haben auch echt gelacht und gemeint, dass es leichter wäre, die Hochzeit zu verschieben, als dass sie jetzt noch einen Friseurtermin bekommen. Da war ich ziemlich down. Das fand ich sehr schön. Da ging es mir schon nicht gut und dann kamen noch so Kommentare.
Das fand ich auch nicht schön. Aber das war natürlich dann noch, dann kamen unsere Menükarten nicht pünktlich oder gar nicht, sag ich mal. Die haben wir dann am Donnerstag vor der Hochzeit, haben wir dann den ganzen Tag damit verbracht, noch Menükarten zu basteln, weil die nicht angekommen sind, die wir bestellt hatten. Sind in der Post irgendwie verloren gegangen. Dann saßen wir den ganzen Donnerstag hier und haben gebastelt und geschnitten und gemacht. Eine Woche davor hatte ich hier noch ein Problem in der Wohnung. Plötzlich so mit Feuchtigkeit und keine Ahnung, wo ich meinen ganzen Schrank ausräumen durfte. Also es war so eine schreckliche Woche davor. Also es war wirklich, die Nerven lagen blank. Also es war wirklich ganz schlimm. Dann, dienstags glaube ich war es dann, da kam unsere Location plötzlich dann mit der Vorgabe, ja sie möchten 2G plus haben. Was ja von der Behörde her eigentlich gar nicht war.
Dann durften wir auch noch für alle Gäste, die ja auch schon freitags angereist sind, Tests organisieren. Erstmal gucken, wo testet man sich denn im Schwarzwald, weil wir sind von Schnelltests ausgegangen, was wir die machen. Dann durften wir da Termine ausmachen und gucken. Und ja, das ist natürlich immer noch zu der normalen Arbeit drumherum und eh schon keine Nerven mehr gehabt. Und also die letzte Woche war wirklich Donnerstagabend kam dann noch die behördliche Anordnung, nur 50 Gäste. Da haben wir dann zum Glück ja kein Problem mehr gehabt. Wir haben nochmal kurz durchgerechnet, ob es auch passt. Aber das war zum Glück dann nichts Schlimmes mehr, weil ja, wenn man da jetzt noch 20 Gäste hätte ausladen müssen am Tag davor, wäre natürlich auch richtig schlimm gewesen. Ja, also die letzte Woche war eine Katastrophe. Und dann war endlich das Wochenende dann da. Ja. Boah, ihr habt ja echt alles mitgenommen, was man hätte dahingehend mitnehmen können.
Ja, also es ging fast alles schief. Okay, aber wir sind ja Gott sei Dank ja noch vor dem Hochzeitstag. Du warst ja dann wahrscheinlich voll fertig. Das einzige Positive, das ich gerade in meinen Gedanken dem abgewinnen konnte, dass du nicht mehr essen konntest, ist, dass du natürlich dein Kleidproblem so ein bisschen wahrscheinlich unfreiwilligerweise gelöst hast. Das war das einzig Gute, ja. Und wahrscheinlich auch noch voll gestresst mit Arbeit und wie du gerade erzählt hast, mit Menükarten und Co. Und der 4. Dezember, war das jetzt ein Freitag oder ein Samstag? Das war ein Samstag. Genau, das war ein Samstag. Wir sind aber am Freitag schon hingefahren und auch ganz viele von den Gästen, also gerade so engste Familie und Freunde, sind auch am Freitag schon angereist, eben, dass es einfach entspannter ist. Und genau, dann sind wir alle Freitagmittag dann ins Schwarzwald gefahren. Und da war superschönes Wetter, richtig viel Schnee, Sonnenschein.
Und es war aber traurig, weil für den ganzen Samstag 100 Prozent Regen angesagt war. Wo ich auch schon dachte, was müssen wir denn noch hier ertragen? Man hat es irgendwann auch schon ein bisschen persönlich genommen, weil man dachte, was ist hier eigentlich los gerade? Es geht alles schief seit Wochen und jetzt auch noch mit dem Wetter. Wo man wirklich Sonntag schönes Wetter hatte, Freitag schönes Wetter und nur den einen Samstag mit Regen. Also, ja, das war auch noch lustig. Und dann, ja, waren wir aber irgendwann dann endlich im Schwarzwald, das Auto vollgepackt und sind dann zur Location gefahren, haben dann da eben unsere ganzen Dekosachen, die Gastgeschenke, die Namen, das Namensschild, die Candybar, haben das alles eben aufgestellt. Und da war es dann auch schon richtig schön, weil die Location war natürlich schon schön dekoriert, geschmückt, das ganze Geschirr, das stand alles schon. Ja, es sah einfach wunderschön aus.
Genauso, wie wir es halt wollten. Und wir hatten dann noch eine freie Trauung. Da stand auch dann alles schon in so einer kleineren Scheune dann noch auf dem Hof. Und das war auch super schön. Und einfach da wieder zu sein und endlich zu wissen, okay, morgen ist es soweit, war ein ganz aktuelles Gefühl. Und man war aber noch nicht 100 Prozent entspannt, weil man musste ja am Samstagmorgen noch einen Test machen. Und das war, wir waren dann Freitagabend noch essen mit den Leuten, die dann schon da waren. Und das war richtig schön, weil man einfach schon zusammen anstoßen konnte und die sich noch nicht kannten. Die haben sich kennengelernt einfach am Abend davor und das war ein wirklich schöner Abend. Und am nächsten Morgen wusste man halt, man muss halt diesen Test machen. Also ich habe auch überhaupt nicht geschlafen, glaube ich, in der Nacht.
Aber ich glaube, das geht ja vielen Bräuten so, dass man gar kein Auge zumacht. Weil man einfach so aufgeregt und nervös ist. Und dann hat mich meine Mutter und meine Trauzeugin, die haben mich morgens abgeholt und dann sind wir eben noch zu dieser Teststation gefahren und es hat geschüttelt und man stand im Schnee und es war nass und es war kalt und es war einfach schrecklich. Aber an dem Tag selbst, komischerweise, hat es mich nicht mehr gestört, weil ich dann einfach gesagt habe, okay, wir bringen jetzt noch diesen blöden Test hinter uns und dann geht es aber endlich los. Und als dann das Ergebnis kam, ich war so nervös, ich habe mein Geburtsdatum erstmal falsch eingegeben, weil meine Hände so gezittert haben. Und dann, als da dieses Negativ stand und ich von meinem Mann dann gelesen habe, okay, bei ihm war es auch negativ, ab da war es dann gut.
Und da sind mir dann wirklich zehn Kilosteine so abgefallen als Last. Und da konnte man sich dann erst freuen. Also wirklich erst gefühlt vier Stunden vorher so ungefähr. Und es war halt wirklich schlimm bis zuletzt. Aber ab da war es dann ein traumhafter Tag. Also letztendlich da war es dann wunderschön. Okay, das heißt, sie hatte das negative Ergebnis und das war wahrscheinlich der Moment, wo du dich so ein bisschen in Brautmodus begeben konntest. Ja, ganz genau. Also da kam dann auch kurz danach die Stylistin ins Hotel, die hat dann geschminkt, die Haare gemacht und meine Trauzeugin, meine Mutter waren ja dann auch da. Und dann haben wir erstmal einen kleinen Sekt aufgemacht und dann haben wir angefangen zu schminken und Musik angemacht und da war es dann richtig schön. Und dann war auch der Regen dann draußen, einfach egal. Frühstück uns bestellt ins Hotelzimmer und da war es dann einfach super gemütlich.
Also es hat wirklich Spaß gemacht, wie man sich's vorgestellt hat. Und dann hat mich mein Vater dann abgeholt, mich und meine Trauzeugin, und hat uns dann zur Location gefahren. Das war nur fünf Minuten entfernt oder so. Und haben dann natürlich alle geholfen, mein Kleid hochzuhalten, dass es halt nicht nass hängt im Schnee dann oder im Regen. Und sind dann vorgefahren und dann kam schon gleich mein Bruder zum Auto gelaufen, hat mir wieder geholfen im Kleid, also alle wirklich super hilfsbereit und da ja mitgeholfen und Schirm drüber gehalten, dass ich nicht nass werde. Und ja, vor dieser Scheune waren dann auch Schirme aufgestellt und da stand ich dann und dann bin ich reingelaufen und dann sind natürlich auf jeden Fall auch die Tränen geflossen, dass dann die ganze Anspannung abgefallen und ab da war es einfach ja traumhaft schön, wirklich. Da konnte man sich dann endlich als Braut fühlen und richtig feiern.
Wahnsinn. Ihr hattet ja auch noch eine freie Trauung, oder? Und wo hat die dann stattgefunden? Weil das Wetter war ja dann nicht so toll. Oder hat sich das noch geändert bei euch? Nee, nee. Also es hat wirklich die ganze Zeit durchgeschüttet. Also wirklich den ganzen Tag. Und also die Location, das ist eine große Scheune heißt es. Also da haben wir dann gegessen abends und getanzt. Dann gibt es noch eine kleinere Scheune. Da haben wir dann die freie Trauung drin gemacht. Also die war wirklich ganz klein. Da standen nur einfach links und rechts ein paar Bänke. Vorne stand dann unsere Traurednerin, mit der wir auch super viel Glück hatten. Also das war Auch die Gespräche mit ihr waren einfach immer so toll davor. Und die war auch total emotional überwältigt. Ihr seht auch, zwischendurch ist ihr die Stimme weggeblieben. Sie hat gemeint, das hatte sie jetzt auch noch nicht oft.
Und es war einfach dadurch, dass es so eine besondere Zeit davor war, hat einfach jeder, ja das glaub noch mal mehr gefühlt und noch mal mehr gefreut, sich einfach gefreut für uns und auch für sich selbst, dass es einfach klappt. Und das hat man einfach auch ihr angemerkt. Ja, und dann hat sie eine wunderschöne Traurede gehalten. Ich wusste das Lied gar nicht, was kommt, als ich eingelaufen bin. Also da hat mein Mann mich dann zum Beispiel auch überrascht mit. Und das war dann ein Lied von Tatsächlich Liebe, mein absoluter Lieblingsfilm. Und als ich das dann gehört habe, war natürlich so, oh okay, da bleibt jetzt mein Auge nicht trocken. Es war wunderschön und die Traurednerin hat es dann auch aufgenommen, hat dann auch, die wusste ja, dass das Lied kommt, also man hatte ja mit ihr gesprochen. Und dann hat sie das auch in ihre Traurede so ein bisschen immer eingearbeitet, so aus dem Film, so ein Zitat auch drin und so.
Und wir hatten dann eben wieder dieses mit den Schlössern dann aufgenommen als Ritual, was man dann ja oft da macht und haben dann so kleine bunte Schlösser gehabt. Da haben dann die Gäste drauf geschrieben, jeder so einen kleinen Spruch oder ein kleines Wort oder so irgendwie. Und das haben wir in so ein Gitterherz dann dran gemacht. Und ja, dann hat sie uns nochmal so das Ja-Wort, sag ich mal, haben wir uns dann gegeben, die Ringe nochmal angesteckt. Und ja, dann sind wir rausgelaufen. Da war dann eigentlich auch anders geplant natürlich, also dass man, wenn wir rauskommen, dass man irgendwie was wirft oder Seifenblasen oder irgendwas. Das mussten natürlich meine Trauzug, meine Mutter, die das geplant hat, ganz absagen. Ja, weil alles halt nur geregnet hat und man wirklich draußen nicht stehen konnte. Und die sind dann in so einen anderen Raum noch gegangen, wo wir dann den Empfang dann drin gemacht haben.
Das musste man halt am Tag davor alles dann umplanen, so ein bisschen natürlich, weil der Empfang eigentlich draußen hätte stattfinden sollen. Mit Feuerkörben und diesen Heizstrahlern, das hätte eigentlich richtig gemütlich sein sollen. Mit Glühwein und allem hatten wir dann Flammkuchen. Ja. Dann sind wir zum Fotoshooting gegangen, da haben wir erstmal irgendeinen Ort suchen müssen, wo man halt nicht nass wird. Haben dann so einen kleinen Pavillon gesehen im Garten und haben uns halt dann durch den Schnee, durch den Regen hingerettet und da Fotos gemacht. Hatten eine tolle Fotografin, die sich auch wirklich echt, die war nass von oben bis unten, aber die hat sich echt so ins Zeug gelegt für uns, so schöne Bilder hinzukriegen. Und ja, sobald wir dann abends oben dann waren in der großen Scheune, ab da war es ja dann auch egal vom Wetter her, sag ich mal. Und ja, dann haben wir da gegessen und hatten ganz tolle Gastbeiträge.
Also meine Mutter hat eine total süße Rede gehalten. Mein Vater hat eine ganz tolle Rede gehalten, hat noch so ein Rätsel gehabt. Da durften wir dann Reisegeld spielen oder die Gäste für uns dann spielen, dass wir noch Reisegeld gewinnen. Es war total nett. Danach gab es noch einen Beitrag von diesem Tatsächlich-Liebe-Film. Den hatte meine Mutter mit mehreren Gästen organisiert. Kennst du den Film? Ja. Da gibt es diese Szene in der Kirche, wo die alle aufstehen und mit den Instrumenten und dieser Chor da oben singt. Das hatten sie so nachgespielt. Der Bruder von meinem Mann war der Sänger, der hat Playback gesungen dazu. Dann kamen plötzlich rechts zwei, die sind aufgestanden, die hatten dann so Querflöten. Links sind dann zwei aufgestanden, die hatten Trompeten zum Aufpusten. Mein Vater hat dirigiert, dann stand ein kleiner Chor da. Also das war Wahnsinn, wirklich. So eine tolle Überraschung war das.
Ja, also wir waren wirklich die ganze Zeit am Weinen irgendwie. Ja, aber das ist so schön. Ich bin gerade einfach so geplättet, so ein bisschen emotional, weil einfach so viel bei euch passiert ist, einfach trotz des ganzen Regens einfach, dass du dir hast nicht die Laune verderben lassen. Ich finde es einfach nur so schön, auch was du mit der Traurednerin erzählt hast, einfach, weil man halt merkt so, wenn Corona-Zeiten ja nicht ist, dann haben ja viele Trauredner, Fotografen oder die ganzen Hochzeitdienstleister, die sind ja teilweise dann so vollgepackt und haben dann, keine Ahnung, 50 Hochzeiten dann im Jahr. Das ist wirklich übelst viel. Und durch Corona einfach, weil natürlich auch so viel abgesagt wurde, dass es dann wirklich auch für dienstleister, ich meine klar, für einen als Brautpaar selbst, wenn man heiratet, ist die Hochzeit natürlich immer besonders und einzigartig, aber natürlich nicht immer für dienstleister.
Und das ist so schön, wie du gerade auch erzählt hast, dass dann auch wirklich alle, die da waren, egal Fotografin, Traurednerin, wie sehr sie sich alles so mit euch, für euch ins Zeug gelegt haben, diesen wunderschönen Tag möglich zu machen. Das berührt mich gerade voll. Ja, mich hat es auch sehr berührt an dem Tag. Auch in den Tagen davor kam so oft irgendeine WhatsApp oder ein Anruf, so ich freue mich so, dass es jetzt klappt und jetzt ist es bald soweit. Und man hat einfach so von allen wirklich so viel Freude gemerkt. Also das war ganz toll, was uns da entgegen gebracht wurde die ganze Zeit auch. Ja, das stimmt. Und abends hat es ja dann tatsächlich sogar noch geschneit. Also das war dann richtig krass. Das hatte ich mir so gewünscht. Also ich bin der größte Schnee-Fan. Mein Mann ist dann abends raus und ich hab gemeint so zum Spaß, du kannst ja mal sagen, wenn es schneit.
Aber es war eigentlich nur ein Spaß, weil ich dachte, es schüttet eh noch wie aus Eimern. Und dann kam er zurück und hat Luftsprünge gemacht. Ich so, was ist denn jetzt los? Und er so, dir schneit wie verrückt. Und da hab ich am Anfang gar nicht glauben können, dann sind wir raus. Und es hat wirklich so dicke Flocken, wunderschön sah es einfach aus und es war ja schon alles weiß davor. Und dann noch mit dem Schnee und dann sind wir raus mit der Fotografin und haben dann noch Bilder gemacht und standen im Schnee einfach nur total, haben uns glücklich einfach angestrahlt und haben gesagt, jetzt kriegen wir auch noch unseren echt ersehnten Schnee. Also das hat alles wieder gut gemacht, irgendwie die ganzen letzten Monate, wir waren dann wirklich kurz vergessen, weil man echt gesagt hat, okay, wow, wir kriegen jetzt echt sogar auch noch unsere Schnee-Winter-Hochzeit, also Wahnsinn, wirklich, das hat uns echt nochmal, das war so die Kirsche auf der Torte sozusagen.
Wie schön, wenn man jetzt wirklich alles, was davor war, wegnimmt, dann war es doch eigentlich die perfekte Hochzeit, oder? Absolut, war wirklich eine absolute Traumhochzeit. Wir hätten es uns nicht schöner vorstellen können. Jede Erwartung wurde übertroffen. Das freut mich. Viele emotionale Momente. Wie ein Film gerade, finde ich. Mit so einer krassen Auf und Ab. Aber auch so schön, was ihr erzählt, was Familie und Freunde alles für euch getan und geplant haben. Das macht es so perfekt und so schön einfach. Das stimmt, ja. Es haben auch viele so gesagt, so eine Freundin hat zum Beispiel gemeint, ja, mein Mann hatte auch Tränen in den Augen bei der freien Trauung. Das darf man natürlich nicht offiziell sagen, aber ich habe es gesehen. Und so, also so lauter sonst ist der auch nicht so. Und das war einfach so, ja, ich glaube, emotionaler, als es sonst vielleicht gewesen wäre.
Einfach, weil alle so glücklich waren, dass man auch endlich wieder feiern konnte. Das hat man auch einfach gemerkt, ja. Das Tanzen ging wieder und man konnte was trinken zusammen. Man hat sich seit einem Jahr vielleicht auch manchmal nicht mehr gesehen gehabt oder sowas. Und es war einfach für alle, glaube ich, auch einfach ein schöner Tag dann letztendlich, ja. Auf jeden Fall, dass man mal rauskommt, mal was erlebt wieder einfach. Das ist so ein Highlight dann auch tatsächlich. Die haben ja auch mit uns mitgelitten letztendlich alle. Also gerade der Ängstekreis, die haben ja jede Stimmung mitbekommen und jede Angst und alles. Und die waren natürlich genauso nervös irgendwann. Also von dem her, ja, war das für alle wie so eine Befreiung dann einfach. Oh, verrückt. Das heißt, ihr hattet auch wirklich abends noch schön Party machen können und tanzen können? Ja, auf jeden Fall. Wir haben es ja dann ganz traditionell mit dem Hochzeitstanz an.
Da hat mein Mann mich dann noch überrascht mit so LED-Helium-Ballons, die dann überall so geleuchtet haben. Alle Gäste hatten dann eine in der Hand und ich habe, glaube ich, den ganzen Tanz nur durchgeheult. Wirklich so nah am Wasser gebaut, das bin ich sonst eigentlich nicht, aber man hat einfach gemerkt, dass die Nerven weg waren und man einfach nur noch so froh war. Und dann habe ich noch einen Tanz mit meinem Vater gehabt, einen Vater-Tochter-Tanz, was ich auch ganz schön fand. Dann haben wir die Tanzfläche eröffnet damit sozusagen und dann kamen alle Gäste auf die Tanzfläche und haben zusammen getanzt. Mal mehr, mal weniger, aber es war immer irgendwie was los und der DJ hat das super aufgefangen, auch die Stimmung und hat dann immer geguckt, welche Generation, sag ich mal, ist gerade am meisten vertreten, hat dann aus der Zeit so ein bisschen was gespielt und ja, man hat getrunken, angestoßen und ja, also es war einfach eine richtig tolle Party dann einfach auch danach noch, ja.
Wie krass, wie krass ist das denn? Ja, das war wirklich wunderbar. Wann seid ihr ins Bett gegangen, weißt du das noch? Also wir hatten eine Sperrstunde von der Location aus zwei Uhr, was aber auch wirklich gut war, weil der Tag war einfach natürlich anstrengend. Waren ja dann zwölf Stunden, weil wir die Trauung ja mittags 14 Uhr hatten. Und ja, dann haben wir die Sachen halt noch ein bisschen abgebaut, so die Deko-Sachen, haben die dann ins Auto und sind dann ins Hotel gefahren. Ich glaube so halb vier oder so, denke ich mal, waren wir dann im Hotel zurück. Und auch wieder kaum geschlafen, obwohl ich dachte, ich schlafe wie ein Stein. Aber irgendwie war halt die Aufregung und so viele Eindrücke, die man natürlich hatte. Und dann haben wir morgens noch gefrühstückt und dann sind wir zurückgefahren nach Stuttgart. Wahnsinn. Wahnsinn. Und wann seid ihr dann letztendlich in die vierte Woche geflogen?
Wir haben am Sonntag noch einen PCR-Test gemacht. Und am Montag mussten wir dann auf gepackten Koffern warten, ob das PCR-Testergebnis negativ ist. Und als das dann da war nachmittags, konnten wir sich dann da endlich drauf freuen. Also man war nur abhängig von diesem Fest die ganze Zeit. Und am Dienstag sind wir dann losgeflogen. Also ziemlich nah danach nach Frankfurt gefahren dann mit dem Zug und dann geflogen. Und kurz vor Weihnachten waren wir dann wieder zurück. Und dann, ja, die zwei Wochen haben uns wirklich gut getan. Wir haben so viel geschlafen. Den ganzen Schlaf der letzten Monate nachgeholt. Und einfach, ja, Seele baumeln lassen, keine Nachrichten mehr, dieses Corona-News anschauen. Die ganze Zeit haben wir echt einfach Handy aus und Ruhe. Also das war wirklich toll. Oh mein Gott. Was für ein Kapitel. Abfallung bis zur Hochzeitsfeier. Was ist so dein Resümee für dich persönlich jetzt aus der ganzen Planungszeit mit dem ganzen Corona-Hickhack?
Also trotzdem auf jeden Fall versuchen, sich den Spaß an der ganzen Sache nicht nehmen zu lassen. Also auch wenn es natürlich manchmal schwer ist und manchmal wird es auch nicht klappen, aber dass man sich trotzdem immer wieder so kleine Momente sucht, wo man sich einfach freut und sich das genießt, ob man jetzt mal irgendwie über die Hochzeit spricht oder ob man das Kleid anprobiert oder eben einen Hochzeitstanz macht oder so, dass man auch versucht, den ganzen Alltag zu durchbrechen, auch mit schönen Hochzeitsmomenten. Und was uns sehr geholfen hat, war auf jeden Fall mehrere Pläne immer zu erstellen. Also wir haben uns wirklich Plan A, Plan B, Plan C erstellt und immer für jede Konstellation sozusagen, die kommen konnte. Und das hat uns auch sehr entspannt, weil wir wussten, okay, wenn jetzt diese Verordnung kommt oder wenn das jetzt entschieden wird, dann machen wir es so.
Und wenn es so aber kommt, machen wir es so. Und deswegen, ja, man war nie unvorbereitet, sag ich mal. Und konnte dann zwischendurch auch sagen, okay, jetzt liegt es eh nicht mehr in unserer Hand. Wir würden ja wissen ungefähr, was wir dann machen würden und deswegen konnte man es dann in manchen Situationen ein bisschen entspannter dann angehen. Und ja, auf jeden Fall, ich habe gemerkt, dass einfach diese Kleinigkeiten dann auch nicht mehr so wichtig waren. Also es war irgendwann dann egal, ob das jetzt dann so perfekt aussah oder ob das dann, keine Ahnung, die Deko noch da war oder so. Also das war einem wirklich dann egal irgendwann, weil man einfach gesagt hat, hey, Man hat sich aufs Wesentliche wieder mehr konzentriert und gesagt, wir wollen einfach heiraten, wir wollen mit unseren liebsten Menschen einen schönen Tag verbringen. Und ja, also den Mut nicht verlieren und trotzdem heiraten, natürlich.
Also jetzt nicht sagen, wegen Corona heirate ich jetzt nicht mehr, also das auf keinen Fall. Vielleicht dann im kleineren Kreis oder anders oder so, aber ja, trotzdem auf jeden Fall, ja. Doch die Freude daran nicht verlieren, weil wenn es dann klappt, ist es einfach trotzdem traumhaft schön und das kann einem keiner nehmen und das an dem Tag blendet man dann einfach alles aus und alles ist vergessen. Also das, ja, das könnte ich auf jeden Fall so mitgeben, ja. Ich glaube, das hätte man schöner und besser nicht ausdrücken können. Vielen, vielen Dank dafür einfach und vor allem auch vielen Dank, dass du einfach deine Geschichte mit uns einfach jetzt hier geteilt hast. Ich glaube einfach, dass du wirklich vielen Brautpaaren da draußen echt Mut machen wirst einfach, die vielleicht auch noch gerade mittendrin stecken und natürlich dann auch, klar, Ist halt einfach doof zwischendurch. Und auch du hast ja erzählt, dass du halt wirklich Momente hattest, wo die Tränen geflossen sind, weil man einfach selbst nicht weiter weiß.
Aber dass man halt sich nicht dran festhält, sondern einfach so wie jetzt einfach jetzt bei dir einfach wie schön es dann tatsächlich dann geworden ist und worauf es halt wirklich ankommt. Ja, genau. Auch richtig schön. Vielen, vielen Dank, liebe Judith, fürs Teilen. Ja, danke, dass du mich eingeladen hast hier. Ich fand das total toll heute. Hat mir sehr viel Spaß gemacht. Super, super gerne. Sehr, sehr cool. Ich wünsche jetzt erstmal noch einen schönen Tag. Dankeschön, das wünsche ich dir auch. Mach's gut. Danke. Tschüss. Ciao. So, du Liebe, und das war das Interview mit der lieben Judith, die erste Real Bride Story hier auf dem Podcast Heiraten gleich gemacht. Und wenn du nach diesem inspirierenden und motivierenden Interview Lust hast zu sehen, wie Judiths Hochzeit tatsächlich ausgesehen hat, wie diese wundervolle Winter Traumhochzeit ausgesehen hat, dann klick auf jeden Fall auf die Show Notes. Da findest du einen Link.
Und vielen Dank fürs Zuhören. Ich freue mich wie immer auf nächste Woche und sage bis dahin, deine Kim.